CHAMÄLEON + ONJALA OBSERVATORY  MONDATLAS
Segment 02
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  Neue Bilder aus dem Jahr 2017 - Mondalter von 3.3 bis 5.6 Tage, Beleuchtung 15 bis 38%
 
Mondalter 3.3 Tage - Beleuchtung 12.3 %

NEU 2016 Lunare Dome Condorset und Dubiago
NEU 2016 Lunare Dome Vendelinus
NEU 2016 FF-Krater Humboldt und Dome Petavius

Petavius Pe 1, Lavaflüsse
Mondalter 4.5 Tage - Beleuchtung 17.1 %

Lunarer Dome Petavius Pe 1und Pyroklastische
Deposits im Krater Humboldt

Lunare Dome Messier und pyroklastische
Gebiete im Mare Fecunditatis
Mondalter 5.1 + 5.5 Tage - Beleuchtung 21 - 25 %

Lunare Dome Messier
Pyroklastische Gebiete im Mare Fecunditatis
Mondalter 16.3 Tage - Beleuchtung 99.2 % (abnehmende Mondphase)

NEU 2016 Dome Petavius, Lavaflüsse
   
 
NEU 2016 Condorset und Dubiago

Die Condorset Dome (bezeichnet mit 1 bis 4) und Dubiago 3 sind typische effusive Dome - ahnlich Yerkes 1. Sie liegen im Mare Undarum und haben Durchmesser von 8 bis 12 Kilometer und Höhen zwischen 110 und 270 Meter. Sie sind alle grob radial zum Crisium Becken orientiert und ihre Entstehung ist vielleicht mit dem Crisium Impakt asoziiert.

Die Condorset Dome sind sehr schwierig aufzunehmen. Diese Aufnahme entstand bei einem Mondalter von nur 3.3 Tagen (Beleuchtung 12.3%). Zudem müssen die Libartionsbedingungen optimal sein; bei unserer Aufnahme lag die maximale Libration glücklicherweise beim Mare Crisium (siehe den Krater Neper). Um die Condorset Dome deutlich platisch abzubilden sind Aufnahmen bei einem Mondalter von 2.5 bis 2.8 Tagen erforderlich.


NEU 2016 Vendelinus

Die Vendelinus Dome - Ve 1 und Ve 2 sind wahrscheinlich nicht intrusiven Urpsrungs. Ve 1 hat einen Durchmesser von ca. 16 Kilometer bei einer Höhe von nur 80 Meter, Ve 2 einen Durchmesser von 13 Kilometer und einer Höhe von nur 30 Meter. Südwestlich liegen drei weitere domeähnliche Strukturen, bezeichnet mit a, b und c.

Auch die Vendelinus Dome sind sehr schwierig aufzunehmen, zudem sie direkt am westlichen Kraterwall von Vendelinus liegen und extrem flach sind. Die Aufnahme entstand bei einem Mondalter von nur 3.3 Tagen (Beleuchtung 12.3%). Zudem müssen die Libartionsbedingungen möglichst optimal sein; bei unserer Aufnahme lag die maximale Libration beim Mare Crisium.
NEU 2016 Petavius Pe 1 und Humboldt

Im südlichen Bereich von Petavius (172 km) liegt einer der wenigen Dome innerhalb eines Kraters. Pe 1 ist ein effusiver Dome mit einem Durchmesser von knapp 20 km und einer Höhe von 240 Meter mit einer großen Gipfelcaldera (und drei kleineren) von ca. 3 km. Der Dome selbst ist auf unserer Aufnahme vom 07.07.2016 nicht zu sehen, dazu ist die Sonneneinstrahlung schon zu steil. Sichtbar ist er bei unserer Aufnahme bei abnehmender Mondphase, siehe hier

Am südöstlichen Rand des Kraterbodens liegt eine Spalte, dessen Umgebung von pyroklastischen Ascheablagerungen umgeben ist.
Petavius ist kein typischer Floor Fractured Krater, aber sehr auffällig ist die breite Rille die vom Zentralgebirge zum westlichen Kraterwall läuft und dort eine bogenförmige Rille am inneren Kraterwall trifft und vielleicht ihre Fortsetzung in der Rima Hase findet. Sie sind für Krater völlig atypische Strukturen und nur noch ein weiteres mal im Krater Janssen zu finden. Ganz am östlichen Mondrand liegt der schwierig zu beobachtende große Krater Humboldt (200 km). Für die Fotografie sind passende Librationsbedingungen erforderlich. Im Krater liegen 3 Gebiete mit pyroklastischen Ablagerungen, im Bild mit 1, 2 und 3 bezeichnet. Humboldt ist ein großartig strukturierter Floor Fractured Krater, siehe LRO Bild unten rechts. Maximale Libration lag bei dieser Aufnahme beim Mare Crisium.
 
<< Hochaufgelöste LRO Bilder von Petavius und < Humboldt mit einer Bildauflösung von 250m/pxl in äquidistanter zylindrischer Projektion.

Beides sind großartige Krater. Leider lässt sich Humboldt von der Erde aus gesehen, nie so beobachten wie er sich auf dem LRO Bild präsentiert.

Mondalter 4.5 Tage - Beleuchtung 17.1 %
 
Petavius Pe 1

Bei dieser Beleuchtung werden alle 4 Gipfelkrater des Domes sichtbar (Südrand von Petavius). Am nördlichen Kraterwall wird die Spalte mit den pyroklastischen Ascheablagerungen sichtbar.

Der große Krater Humboldt liegt - bei ungünstigen Libartionsbedingungen - sehr randnah. Trotzdem ist einer der großen dunklen Lavaflüsse sichtbar.
Messier Me 1 und Me 2 im Mare Fecunditatis

In der Nähe der Krater Messier und Messier A liegen zwei kleine effusive Dome Me 1 und Me 2 mit Durchmessern von 7.5, respektive 7.7 km. Ihre Höhen liegen bei 80, bzw. 85 Meter Höhe. Beide erscheinen unspektakulär.

Die Krater Messier und Messier A mit ihrem kometenähnlichem Strahlensystem sind die eigentlichen "Hingucker" dieser Region. Sie entstanden wohl durch einen dreifachen Impakt unter einem sehr flachen Einfallswinkel aus östlicher Richtung.
Putative Dome und ein Plateau im Mare Fecunditatis

Schaut man sich unsere Aufnahme vom 17.09.2015 genauer an, so scheint es im Mare Fecunditatis viele weitere kleine effusive Dome und auch größere vulkanische Strukturen zu geben. Sie sind im großen Bild mit Kreisen markiert. Von zwei Strukturen - A und B - zeigen wir auch LRO Bilder. A ist eine "Pfannkuchen" ähnliche flache Struktur und B ein Spaltensystem mit pyroklastischem Deposit. Beide Bilder haben eine Auflösung von 125m/pxl und zeigen die Oberfläche in äquidistanter zylindrischer Projektion.


LRO Bild mit Struktur A und den Kratern Messier und Messier A laden
LRO Bild mit Struktur B laden

Mondalter 5.1 + 5.5 Tage - Beleuchtung 21 - 25 %
 
Dome und Pyroklastische Deposits im Mare Fecunditatis - Mondalter 5.1 Tage (21 %)

Die effusiven Dome sind bei diesem Mondalter nur noch andeutungsweise sichtbar. Dafür treten die pyroklastischen Ascheablagerungen deutlicher hervor. Auch das Strahlensystem von Messier und Messier A wird nun deutlicher im Kontrast.

Bei genauem Betrachten des Bildes werden auch einige kleine, kurze Kraterketten sichtbar.
Pyroklastische Deposits im Mare Fecunditatis - Mondalter 5.5 Tage (25 %)

Bei einer weiter zunehmenden Beleuchtung werden Strahlensystem und die pyroklastischen Deposits noch deutlicher sichtbar.

Mondalter 16.3 Tage - Beleuchtung 99.2 % (abnehmende Mondphase)
 
NEU 2016 Petavius Pe 1

Petavius bei abnehmenden Mond. Bei dieser Beleuchtungssituation sind die beiden pyroklastischen Ablagerungen sehr deutlich sichtbar. Am nördlichen Kraterwall (bez. mit 1) die der Spalteneruption und am südlichen Kraterwall (bez. mit 2) die des lunaren Domes. Der Dome selber und die größte der vier Gipfelöffnungen sind ebenfalls sichtbar.
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Neue Bilder aus dem Jahr 2017 - Mondalter 3.3 TageMondalter 4.2 TageMondalter 5.3 TageMondalter 5.6 Tage
 
Mondalter 3.3 Tage - Beleuchtung 15%
NEU 2017 Vendelinus

Das Bild zeigt die beiden großen, extrem flachen Dome Ve 1 und Ve 2 am äußeren Südwestrand von Vendelinus. Eindrucksvoll sind Sekundärkrater des Langrenus Impakts erkennbar.

Mondalter 4.2 Tage - Beleuchtung 25%
NEU 2017 Humboldt

« « Das Bild zeigt den 210 km großen, randnahen Krater Humboldt. Im Randbereich des inneren Kraterwalls liegen vier markannte dunkle Lavaflüsse

« LRO Bild mit einer Bildauflösung 250m/pxl zeigt den Krater, wie wir ihn von der Erde aus niemals sehen können. Auf dem Kraterboden liegt eines der interessantesten Rillensysteme und weiterhin einen eindrucksvollen konzentrischen Doppelkrater.
NEU 2017 Putative Domestrukturen

Das Bild zeigt putative Domestrukturen südlich des konzentrischen Doppelkraters Croizet H. Weiterhin zeigt das Bild eine kleine Region pyroklastischer Ascheablagerung und das flache vulkanische Plateau Goclenius 3.

Die ganze Region östlich des Mate Nectaris zeigt eindrucksvolle Beispiele lunaren Vulkanismus, siehe auch das nächste Bild "Bohnenberger".

Mondalter 5.3 Tage - Beleuchtung 35%
NEU 2017 Pyroklastische Region Gaudibert B

Das Bild zeigt die pyroklastischen Ascheablagerungen um den Krater Gaudibert B herum. Südlich davon liegt der Krater Bohnenberger mit einem aufgewölbten Kraterboden und einer breiten nord-süd verlaufenenden Rille.

Südlich von Gaudiber B liegt der Krater Gaudibert, dessen Kraterboden aussieht, als ob er in mehreren Epochen mit sehr zähfließender Lava aufgefüllt wurde.

Auch östlich davon liegen etliche Krater mit ungewöhnlichen Kraterformen, teilweise rechteckig bzw. fast quadratisch als auch in elliptischer Form in nordsüdlicher Richtung.
NEU 2017 GGaudibert B

Das LRO Bild von Gaudibert und Gaudibert B hat einen Bildmaßstab von 125m/pxl. Betrachtet man das Bild morphologisch so scheint am äußeren östlichen Kraterrand ein vulkanisches Plateau mit einer zentralen Gipfelcaldera zu liegen. Der Durchmesser liegt bei 8 bis 10 Kilometer.

Mondalter 5.6 Tage - Beleuchtung 38%
 
NEU 2017 Gaudibert und Gaudibert B

Bildbeschreibung wie oben. Zusätzlich im Bild der eindrucksvolle Dark Halo Krater Beaumon L mit einem Durchmesser von nur 4 Kilometer.

Weiter interessant ist der kleine Cluster von Sekundärkratern nordöstlich von Rosse. Sie dokumentieren die hohe Bildauflösung, die Kraterdurchmesser liegen bei 1.200m und kleiner. Der helle Strahl ist Auswurfmaterial vom Tycho Impakt, die Sekundärkrater stammen vermutlich vom Rosse Impakt. Hier klicken zum Laden einer 130% Skalierung.
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